+++ Stufe 2 der Secure Release Order startet in den deutschen Nordseehäfen + Terminals prüfen in Echtzeit, ob Lkw-Fahrer gültige Abholrechte besitzen + Integration in Slotbuchung und IDP-Systeme sorgt für zusätzliche Sicherheit +++
Hamburg, 18.03.2026 – Die digitale Freistellung für Containerimporte über die IT-Plattform German Ports geht in ihre finale Phase. Als letzte Teilnehmergruppe werden Transportunternehmen und Lkw-Fahrer verpflichtend in den Prozess eingebunden. Abholende Unternehmen müssen sicherstellen, dass sie über ein gültiges digitales Abholrecht verfügen. Dies ermöglicht es den Terminals, die Legitimation direkt beim Terminaleintritt in Echtzeit zu überprüfen. So entsteht durch German Ports eine durchgängige digitale Prozesskette, die den gesamten Ablauf vom Eintreffen des Containers bis zu dessen Abholung in den deutschen Nordseehäfen abdeckt und weit über den originären Freistellungsprozess hinausgeht.
Das neue Freistellungsverfahren unter dem Namen Secure Release Order (SRO) wird in den deutschen Nordseehäfen damit vollständig in den Regelbetrieb überführt. „Durch den hafenübergreifend geltenden einheitlichen Standard wirken die Nordseehäfen dem Drogenschmuggel geschlossen entgegen. 99 Prozent des Containerumschlags werden bereits über German Ports abgewickelt. Der stufenweise Change-Prozess seit 1. Oktober 2025 hat einen geordneten Übergang sichergestellt, bei dem ein störungsfreier Umschlag oberste Priorität hatte“, berichtet Marco Molitor, Vorstandsvorsitzender der dbh.
Digitales Abholrecht wird verpflichtendIm Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben der Bundesländer Hamburg und Bremen gilt die neue Regelung, die vielfach auch als Stufe 2 kommuniziert wurde, ab dem 23. März in Hamburg und ab dem 25. März 2026 in Bremerhaven. Damit sind Abholungen an den Terminals von Eurogate und HHLA in Hamburg und Bremerhaven nur noch mit einem gültigen digitalen Abholrecht möglich. Eine Ausnahme bildet das Terminal in Wilhelmshaven. Dort bleibt die Übergangsregelung bis zum Inkrafttreten des niedersächsischen Hafensicherheitsgesetzes aus rechtlichen Gründen aktiv.
Neue Vorgaben für mehr SicherheitFür den operativen Ablauf ergeben sich im Wesentlichen zwei sicherheitsrelevante Änderungen. Erstens sind Slotbuchungen nur noch mit einem gültigen Abholrecht möglich. Zweitens prüft das Terminal automatisiert, ob das dem Lkw-Fahrer zugeordnete Unternehmen aktuell über ein gültiges Abholrecht für den entsprechenden Container in German Ports verfügt. Dafür muss sich jeder Fahrer über ein IDP-System – etwa ImpalaID, CONROO oder Passify – identifizieren.
Empfehlungen für einen reibungslosen StartFür einen reibungslosen Übergang empfiehlt DAKOSY-Vorstand Ulrich Wrage, die technischen und organisatorischen Voraussetzungen zu prüfen: „Alle Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihre Fahrer in den eingesetzten IDP-Systemen korrekt registriert und eindeutig zugeordnet sind. Darüber hinaus muss jedes beteiligte Unternehmen in German Ports registriert sein.“
Insbesondere die Einbeziehung des Nachlaufs in den gesicherten und standardisierten Gesamtprozess hebt Wrage als Alleinstellungsmerkmal hervor: „Unser Prozess betrachtet nicht nur isoliert die Freistellung, sondern integriert alle Beteiligten eines Containerimports nahtlos, transparent und nachvollziehbar in den neuen Standard.“
Weit über 15.000 NutzerAktuell hat German Ports weit mehr als 15.000 Nutzer für den Freistellungsprozess mit der digitalen SRO. Betreiber der IT-Plattform sind die beiden marktführenden Anbieter für Hafen-IT-Plattformen in Deutschland DAKOSY aus Hamburg und dbh aus Bremen.
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